Lithium-Ionen-Akkus für Photovoltaik

Durch Speichermöglichkeiten für Solarstrom wird ein Photovoltaikanlagen-Betreiber unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Lithium-Ionen-Akkus entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Die negativen Elektroden dieser Batterien bestehen in aller Regel aus Graphit und die positiven Elektroden enthalten Lithium-Metalloxide. In einem Lithium-Ionen-Akkumulator befindet sich kein Wasser. Eintretende Nässe aufgrund von Beschädigungen an der Hülle könnte einen Brand oder eine Verpuffung zur Folge haben. Schon ab 1970 fanden an der Technischen Universität München Forschungsarbeiten zur Anwendung von Lithium-Batterien statt. Im Jahre 1989 erfolgte die Patentanmeldung. Damals mangelte es allerdings noch am Interesse der deutschen Industrie an der neuen Technologie. 1991 brachte Sony schließlich den ersten Lithium-Cobaltdioxid-Akkumulator heraus. Experten gehen davon aus, dass der globale Markt für Lithium-Batterien in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird.

Die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen-Akkumulatoren besitzen eine hohe Zyklenfestigkeit. Sie kennen den leistungsminimierenden Memory-Effekt nicht und verfügen somit über eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren. Allerdings fehlt es aufgrund der erst vor kurzer Zeit stattgefundenen Weiterentwicklung derzeit noch an aussagekräftigen, wissenschaftlichen Studien. Lithium-Solarbatterien benötigen nur einen geringen Wartungsaufwand. Ihr Wirkungsgrad liegt bei über 90 %, was einen sehr geringen Verlust des Sonnenstroms bedeutet. In der Regel ist das moderne Speichersystem mit jeder Photovoltaikanlage kompatibel.

Die Nachteile von Lithium-Ionen-Akkus

Der größte Nachteil von Lithium-Batterien zur Speicherung von Solarstrom ist derzeit noch der hohe Preis im Vergleich zu Blei-Akkus, die der Handel schon länger anbietet. Bei Überladung kann es bei Lithium-Batterien zur Überhitzung kommen. Deshalb bedarf es zwingend einer Steuerelektronik, die den Speicher bei Überschreitung der Grenzwerte rechtzeitig vom Netz nimmt und sonstige eventuell auftretende Fehler sofort erkennt. Einige Hersteller setzen auf abweichende Kathodenmaterialien, die keinen Sauerstoff freisetzen und Brände verhindern.